Zum Inhalt springen

WLAN im Altbau: Was wirklich hilft

Veröffentlicht am · von Ayberk Bulut · 3 Min. Lesezeit

Im Wohnzimmer volle Balken, im Schlafzimmer nichts mehr: In vielen Göttinger Altbauwohnungen ist das Alltag. Die gute Nachricht: Fast immer lässt sich das lösen. Die schlechte: Nicht jede Lösung, die im Elektromarkt angeboten wird, funktioniert im Altbau.

Warum das WLAN im Altbau so schwach ist

Altbauten haben dicke Wände aus Ziegel oder Naturstein, oft mit Putzträgern aus Metall. Funkwellen kommen da schlecht durch. Besonders betroffen ist das schnelle 5-GHz-WLAN: Es ist im gleichen Raum sehr schnell, verliert aber hinter jeder Wand deutlich an Stärke. Dazu kommt, dass der Router oft dort steht, wo der Anschluss liegt – im Flur, in einer Ecke oder sogar im Schrank.

Erst die kostenlosen Schritte

Bevor Sie Geld ausgeben, lohnt sich ein Blick auf den Router:

  • Standort: möglichst mittig in der Wohnung, erhöht und frei – nicht im Schrank, nicht hinter dem Fernseher, nicht auf dem Boden.
  • Software: Router-Updates schließen Sicherheitslücken und verbessern oft auch das WLAN.
  • Frequenz: Geräte, die weit weg sind, laufen im 2,4-GHz-Netz oft stabiler als im 5-GHz-Netz.
  • Alter: Ist der Router älter als etwa sechs, sieben Jahre, bremst er neue Geräte aus.

Die vier Lösungen im Vergleich

WLAN-Repeater: Günstig und schnell eingesteckt. Ein Repeater muss aber gleichzeitig empfangen und weiterfunken, dadurch sinkt die Geschwindigkeit oft deutlich. Im Altbau eine Notlösung.

Mesh-System: Mehrere Geräte bilden zusammen ein einziges WLAN, Ihre Geräte wechseln automatisch zum besten Zugangspunkt. Funken die Mesh-Geräte untereinander nur per Funk, stoßen sie hinter dicken Wänden an dieselben Grenzen. Richtig gut wird Mesh, wenn die Geräte per Kabel verbunden sind.

Powerline (Internet über die Steckdose): Nutzt die Stromleitung als Datenleitung. Das kann gut funktionieren, hängt aber stark von der Elektrik ab. Alte Leitungen oder verschiedene Stromkreise machen die Verbindung im Altbau oft langsam und schwankend. Ausprobieren lohnt sich, versprechen kann es niemand.

Netzwerkkabel und Access Points: Die zuverlässigste Lösung. Ein Kabel führt vom Router in den anderen Raum, dort sorgt ein Access Point für volles WLAN. Das Kabel lässt sich oft unauffällig in einem Kabelkanal an der Sockelleiste verlegen, ohne Wände aufzustemmen.

Was ich meistens empfehle

Wo ein Kabel möglich ist: Mesh-System oder Access Points, per Kabel verbunden. Wo kein Kabel geht: zuerst Powerline testen, und nur wenn das nicht reicht, ein Mesh-System per Funk. Repeater nur als Übergang.

Wohnen Sie zur Miete, fragen Sie vor dem Bohren oder Verlegen von Kabeln kurz Ihren Vermieter. Kabelkanäle, die sich ohne Spuren wieder entfernen lassen, sind meist kein Problem.

Was kostet das?

Ein gutes Mesh-System kostet je nach Wohnungsgröße und Anzahl der Geräte etwa 100 bis 400 Euro. Powerline-Adapter liegen meist darunter.

Für die Einrichtung vor Ort rechne ich bei Privatkunden 45 € pro Stunde plus Anfahrt (10 € im Stadtgebiet Göttingen). Den ersten Blick auf das Problem gibt es kostenlos. Für Büros und Praxen gibt es den WLAN- und Netzwerk-Check mit Optimierung als Festpreis (ab 149 €).

Fazit

Im Altbau hilft selten ein einzelnes Gerät aus dem Laden. Am zuverlässigsten ist eine Kabelverbindung zu einem zweiten Zugangspunkt, und die ist oft einfacher umzusetzen als gedacht. Wenn Sie nicht sicher sind, was bei Ihnen passt: Rufen Sie an, ich schaue es mir an.

Sie möchten das nicht selbst machen?

Ich schaue mir Ihr WLAN vor Ort an und finde die Lösung, die bei Ihnen funktioniert — rufen Sie an: 0551 37073 848. Der erste Blick auf das Problem ist kostenlos.